Die Vereinsmitglieder haben in den vergangenen Wochen gleich an mehreren Projekten angepackt: Pflege des Biotops Untere Winterswiesen, Erweiterung/Ergänzung des Vogelnistkastenbestands und Vorbereitungen für das diesjährige Hüttenfest.
Schicksal und Chance
Die diesjährige lange Trockenperiode macht dem Biotop ‚Untere Winterswiesen‘ weiterhin zu schaffen. Eigentlich ist das ein Feuchtbiotop, aber vom Winterswiesbach kommt immer noch kein Wasser herunter. Bei anhaltender Trockenheit fehlen die Rückzugsräume für Amphibien, Libellenlarven und Wassertiere.
Was uns nicht freut, haben wir immerhin genutzt, um den Uferbereich trockenen Fußes freizuschneiden. Perspektivisch ist zu prüfen, wie man die Folgen des Wassermangels abmildern kann, indem lokal tiefere Bereiche als Rückzugsort für die Tiere angelegt werden und ein minimaler Zufluss durch den Bach sichergestellt wird.
Vorfreude – mit einer kleinen Überraschung

Parallel laufen die Vorbereitungen für das Hüttenfest auf Hochtouren, damit das Fest mindestens genauso urig und gemütlich wird wie bei der Premiere letztes Jahr.
An der Futterhütte geht es weiter handfest zur Sache, denn trotz zahlreicher bereits erledigter Arbeiten gibt es auch hier noch viel zu tun, damit sich unsere Gäste wohlfühlen werden. Als nächstes wird die Bachquerung neu befestigt werden und so zusammen mit dem bereits erneuerten Geländer am Waldpfad einen komfortablen Zugang zur Hütte sicherstellen.
Los geht’s am 21.11. ab 16 Uhr – wir freuen uns auf einen geselligen Abend in besonderer Atmosphäre zum Kennenlernen und Austauschen.
Dieses Jahr haben wir etwas Besonderes vorbereitet, das man auf dem Fest erwerben, sofort zweckgemäß verwenden und anschließend als Andenken mit nach Hause nehmen kann. Was das ist, wird erst später verraten – first come, first served.
Zwanzig Holzkästen und ein Pate
Auch in dieser Saison hängen wir 20 neue Vogelnistkästen auf – teils als Ersatz für Exemplare, die ihre (jahrzehntelange) Dienstzeit hinter sich haben, teils zur gezielten Ergänzung des Bestands. Die neuen Kästen sind nach dem bewährten Konstruktionsprinzip robust aus Holz gefertigt und werden noch mit einem Blechdach veredelt, dadurch sind sie ausgesprochen stabil und langlebig. Um der gesamten Bandbreite unserer heimischen Höhlenbrüter (von Blaumeisen bis zum Gartenrotschwanz oder Trauerschnäpper) ein passendes Angebot zu machen, kommen unterschiedlich große Einfluglöcher zum Einsatz. Aufgehängt werden die Kästen arbeitsteilig von unseren Mitgliedern im Rahmen ihrer Revierbetreuung. Und natürlich werden sie in unserem Digitalen Nistkästenkataster erfasst und dokumentiert.
Einer der neuen Kästen hat eine besondere Geschichte: Alfred Morstein hat sich vor vielen Jahren beim Spazierengehen im Wald gefragt, wer eigentlich die zahlreichen Kästen rund um Kleinostheim aufgehängt hat. Nachdem er herausfand, dass dies die Vogel- und Naturfreunde Kleinostheim machen, wurde er förderndes Vereinsmitglied. Anlässlich seines 90. Geburtstags hat er die Patenschaft für einen der neuen Kästen übernommen. Diesen Kasten – geschmückt mit seiner Namensplakette – hat er persönlich an seinen Bestimmungsort am Kalbsbuckel begleitet. Eine schönere Verbindung aus persönlichem Anlass und praktischem Naturschutz lässt sich kaum denken.
Wir wollen das Angebot einer Nistkastenpatenschaft ausweiten. Wer also selbst Lust hat, sich oder anderen eine Freude zu machen und den heimischen Vögeln etwas Gutes zu tun, kann uns gerne ansprechen.

Die nächsten Termine:
Nach Absprache in KW43/44: Arbeitseinsatz Futterhütte
03.11., 19 Uhr: Mitgliedertreffen in der Futterhütte
21.11., ab 16 Uhr: 2. Hüttenfest Winterswiesen













